Donnerstag, 9. April 2015

Schönheitsideal und die dazugehörigen Phrasen von heute

Ich muss mir endlich was von der Seele schreiben. Bisher konnte ich mir das nur von der Seele reden. Gegenüber Vertrauten und Menschen, deren Einstellung dazu ich ähnlich seiend der meinen einschätzte, konnte ich mich natürlich öffnen.
Es geht um die beliebten Medienwörter like "Körperkult, Magerwahn, Pfunde, die man nicht verliert, sondern, die purzeln (ausschließlich), gesunde Ernährung UND gesundes Fett".

Bei mir purzeln selber ein paar Pfunde, sobald ich diese Wörter in einem Kontext höre, der mir nicht schmeckt - weil ich mämlich übergeben muss.
Es nervt mich, dass Leute nicht über den Horizont ihrer Generation hinausschauen können und permanent behaupten die heutige Zeit ist die schärfste, was den Körperkult angeht. 
Als Beweis werden Statistiken genannt, die zeigen, das immer mehr (und auch die Phrase "immer mehr"nervt, weil man damit das Gefühlte mit dem Realen verwechselt) Menschen sich unters Messer legen(Phrase!).
Aufwachen!!! Ägypter haben sich mit gesundheitsschädlichem Blei geschminkt, in der Barockzeit träufelte man sich Tollkirschentropfen ins Auge um die Pupille (richtig hot!) zu erweitern und riskierte dabei eine Erblindung. Aber WIR in der Jetztzeit sind natürlich die schlimmsten Sünder - und ich meine das hochoffiziell ironisch. 

Mich nerven auch alle Frauen, die vorgeben ihre Pfündchen gehörten zu ihrer Persönlichkeit, machen ihr ICH aus, ihren Charme (nur nicht ihre Herzkrankheiten u. a. körperliche Probleme) und sind wundervoll. NEIN. Nichts, das den Gesundheitszustand beeinträchtigt ist wundervoll!
Natürlich ist es der Aktio-Reaktio-Streich. Jede Gesellschaft unterliegt diesem Wechselspiel. 
Und wenn die breite Öffentlichkeit entscheidet Dünn-Sein ist hipp, gibt es wenig später eine pfundige Gegenbewegung -> auch in der Natur bei den banalsten Systemen beobachtbar.

Ich finde es kontraproduktiv nur aus einem kindlichen Trotz heraus die Dünneren zu verteufeln und die Dickeren und ihren Lebensstil zu preisen, wenn es im Grunde doch um die Gesundheit geht. 
Über Epochen hinweg wechselte das Schönheitsideal. Fülligere Frauen der heutigen Zeit tagträumen davon wie es gewesen wäre in der damaligen Zeit Rubens gelebt zu haben, um vergöttert zu werden. Man könnte meinen: "All right! Wenn sich Schönheit also je nach Epoche verändert, ist die heutige Wahrnehmung vlt. auch nur temporal ERGO nicht standhaft ERGO nicht absolut und SOMIT nicht als erstrebenswerter Maßstab zu deuten". FALSCH. Die heutige Wahrnehmung von Schönheit ist relativ nahe am gesunden, natürlichen Körper und tatsächlich erstrebenswert. Eine Rubensfrau hatte wahrscheinlich einen furchtbaren Cholesterinwert und Twiggy-ähnliche Figuren der 60er sind medizinisch nicht unbedingt zu den Gesündesten zu zählen. Heute ist der Trend moderat: nicht zu twiggy nicht zu fetty. Denn Gott sei Dank ist körperliche Betätigung heute "hot" und nicht mehr wie früher "not hot", weil nur Bauern und Arbeiter einen Stahlkörper (sprich: der Pöbel) hatten... 
Wir haben Glück, dass das derzeitige Schönheitsideal den fitten, agilen Menschen vorsieht. 
Man konnte sich nicht immer gesundheitlich einwandfrei an Schönheitsideale orientieren. Aber heute darf man das. Man soll es auch! Schön ist, was gesund ist. Und was gesund ist, bestimmt die Natur.

Und Vorsicht, ich sage nicht, dass alle hässliche Säcke sind, die dem nicht entsprechen. 
Es ist immerhin ein utopisches Ideal einen fitten Körper zu haben. Es geht allein darum, dies anzustreben und nicht zu verurteilen, wenn es jemand tut. 

PUH...

Dienstag, 24. März 2015

Verrücktheiten legitimieren.

Wenn ich irgendetwas "verrücktes" anstelle - und mit verrückt meine ich eine von der Norm abweichende Handlung - dann gelingt mir dies nur selbstbewusst und mit voller Überzeugung, sofern ich mir im Hinterstübchen eine Argumentation zurecht gelegt habe.
Ich versuche also "das Verrückte" immer mit sinnhaften Theorien zu untermauern, sodass ich sie freier ausleben kann. Hier fällt auch schon das Stichwort: "sinnhaft".
Die Allgemeinheit hat beschlossen alle Handlungen, denen man einen Sinn entlocken kann, eine Daseinsberechtigung zu erteilen.
So können wir Kunst durch Argumentation als solche erklären... oder eben "Verrücktes" tun.

Samstag, 17. August 2013

Über das Altern


Altern:

Ich bin nun bei meinen Großeltern, und sie sind sehr alt. Seit ich denken kann habe ich sie als "alt" wahrgenommen, aber nur weil sie eben viel viel älter als ich und meine Eltern waren und demnach das Bild der Großeltern sowieso nie vor Jugendlichkeit sprüht. 
Doch jetzt sind sie in einem Alter, das ich wirklich als alt bezeichnen kann, weil sich erkennbare und schmerzhafte Veränderungen im Körper sichtbar machen für uns und am meisten für sie selber. Ich rede nicht von Falten und anderen Alterserscheinungen, die aufs menschliche Welken hinweisen, sondern spreche Dinge an, die Schmerzen verursachen und vieles erschweren. Ich kannte meine Urgroßmutter. Sie ist 2009 gestorben und war über 100 Jahre alt. Sie ist sogar vor der Jahrhundertwende zum 21. Jahrhundert geboren worden, was bedeutet, dass sie zwei Jahrhundertwenden erlebt und überlebt hatte. Sie war sehr schwach und war zum Schluss hin nur bettlägerig und ich dachte mir damals, dass das wohl so ein Zustand ist, der sich wie die Grippe zu haben anfühlt. Wenn ich die Grippe habe, fühle ich mich schwach und kann nur noch liegen, habe Gliederschmerzen usw. So muss es wohl sein, wenn man wirklich sehr alt ist. 
Es ist entsetzlich wie lange uns die Natur leben lässt, und zuerst, üblicherweise unseren Körper langsam zerstören lässt, während unser noch lebendiger Geist, das alles tatenlos zusehen muss. Wieso ist diese Lebenszeit, die nichtmal zur Reproduktion taugt, so lange? Die Zellen sterben langsam ab und man merkt es und muss noch so viele Jahre damit verbringen, während man weis, dass der Zustand nicht besser sondern schlimmer wird, bevor man letztlich für immer zur Ruhe kommt. Wenn ich immer tauber oder blinder im Alter werden sollte, dann gehöre ich wenigstens zur Internet-Generation; damit meine ich, dass ich damit umzugehen weis, auch wenn ich mir bis dahin viele Veränderungen vorstellen kann. Ich kann ja jetzt schon Stunden damit verbringen im Internet zu surfen und besonders körperlich anspruchsvoll ist das überhaupt nicht, daher auch die perfekte Beschäftigung, wenn ich später nicht einmal mehr eine reisende Pensionistin sein kann. Ich kann mir im Inet Dokus anschauen, Chatten wenn ich einsam bin…oder irgendwelche Online-Spiele spielen. Das alles von zu Hause aus und meinen Gehstock und meine Krumen, alten Beine brauche ich nicht noch mehr abzunützen. Das ist eine beruhigende Aussicht - was soll man den sonst tun, wenn man so weit ist, sich vor schmerzen nicht mehr hinaus zu wagen, weil man alle 5min eine Pause braucht? oder die Füße vom Kortison so aufgeschwollen sind und sich wie Betonschuhe anfühlen? Oder die Schmerzspritzen gegen die Hüftschmerzen nicht mehr helfen und Operationen in dem hohen Alter von keinem Arzt mehr gebilligt werden? Ich bin richtig froh mir dann alle Filme anzusehen, die ich ausgelassen habe.

Freitag, 9. August 2013

Glitch-ig unsere Welt

The other day, und mit Other day meine ich heute, und mit heute: jetzt eben, gerade eben - habe ich dieses Video gesehen:Klick hier für das Video
Ich dachte: Haha, witzig, die Kutschen wackeln lustig und ohne jeden Grund wie wild im wilden Westen und eine der Kutschen, samt Pferd, wird in die Höhe geschleudert, wobei das Pferd unversehrt und als wäre nichts passiert wieder auf der Erde landet und nicht einmal eine Knie-Abdämpf-Bewegung macht: warum? Weil das einfach nicht programmiert wurde. Wenn es einen Fehler gibt, gibt es keinen Grund die möglichen Folgen des Fehlers so zu programmieren, dass das weitere, auf Grund des Fehlers aufgetauchte, Geschehnis properly, realistisch oder wie auch immer zu passieren hat. Ergo, der nicht vorgesehene Fehler bringt alles zum Sturz - die Ganze Welt.
Sie haben folgendes einfach nicht programmiert --> Wenn die Kutsche fällt, und das Pferd fällt --> kommt es beschädigt auf. Daher passiert auch nichts. Das hat mich fasziniert, dass in einer Welt, die funktioniert bzw. real ist - wie unsere(nehm ich mal an), alles vorgesehen ist, und alles Folgen hat.
Wie in "The Matrix" -  wäre unsere Welt auch so aufgebaut, wären die unzähligen Faktoren, Ausgänge, Möglichkeiten und Folgen auch mit einzuprogrammieren. OMG, was für eine heiden Arbeit! Man programmiert: Wenn das Glas runterfällt, zerbricht es. Wenn das Glas runterfällt, und der Boden hat einen Härtegrad von XY und eine Oberfläche X, dann passiert das Z. Wenn das Glas runterfällt, und es voll mit Wasser ist, dann läuft das Wasser aus.
Je nach Bodenoberfläche verteilt sich das Wasser auf diese oder jene Art und wird aufgesogen oder nicht. Die Scherben werden durch andere Faktoren, auf bestimmte, uns zufällig erscheinende Weise am Boden verteilt. Diese scheinbare Zufälligkeit ergibt sich aus dem Unwissen, der unbekannten und unzähligen Faktoren, die die Scheiben dazu bringen auf genau diese Weise am Boden verteilt zu werden bzw. verteilt werden zu müssen. Wüsste man diese Determinanten, wie z.B. Soll-Bruchstellen des Glases, Fall-Winkel, eventuell Wind, Luftdruck, Temeperatur und andere, winzigste und unscheinbarste Variablen, so könnte man dies berechnen. 



Dienstag, 30. Juli 2013

Filmkommentar zu "The Good Doctor" und passender Senf dazu

Ich habe mir diesen Film angesehen, und ohne ein tranceähnliches stundenlanges "Click-through" durch youtubes Filmtrailer, wäre ich wahrscheinlich nicht auf den Film gestoßen. Er kam mir in den Medien unterpresentiert vor, auch wenn er das nicht verdient hat; wobei ich auch verstehe warum: er ist kein typischer Bluckbuster. Nicht weil die Action-Szenen und seiche Kost fehlen, sondern eher wegen dem langsamen Pacing, das aber enorm wichtig für den Aufbau der Dramatik und vor allem Entstehung einer gewissen Einengung ist und die zum Mitfühlen mit dem Innenleben des Hauptcharakters wichtig ist. Klick hier für den Trailer
Ich mag Filme, in denen "eigentlich gute Menschen" in eine Situation geraten, in der sie durch den Kontrollverlust, falsche Entscheidungen treffen und sozusagen in die "Scheisse" geraten und die Panik und ungewohnte Situation nur noch mehr strampeln und sich tiefer in den Treibsand ihrer dreckigen Taten treiben. Das gefällt mir. Man leidet ein wenig mit, weil man alles beobachtet hat, seine Entscheidungen nicht immer versteht, aber ihn einfach machtlos "machen" lässt und Mitleid aufbringt, weil man seine Beweggründe kennt.
Ich muss sagen, auch wenn ich kein Orlando Bloom-Fan bin, und damit meine ich schlicht, dass ich ihn als Womanizer nie ernst genommen habe: er spiel großartig. Eine bescheidene Art zu spielen, die er drauf hat und die mir für den Film sehr gut gefällt und absolut passend ist. Ich finde solche "leisen" Spielarten toll und da diese auch zu einem leisen Film(stille Wasser und Filme sind tief) und leise Filme oft quasi nicht erhört werden, wenn die PRomotion nicht doppelt so laut ist, kommt so eine Unbekanntheit dabei raus.

Ich musste bei dem Film darüber nachdenken, was ethisches Handeln bedeutet:
Nehmen wir an man tut etwas, was man im allgemeinen als "was Schlechtes" bezeichnen würde. man hält es geheim, hat ein schlechtes gewissen, aber fürchtet die Konsequenzen, wenn es rauskommt noch mehr als dieses "schlechte" Gewissen und behält es für immer bei sich. Es quält diese Person wahrscheinlich lange und sie bekommt angst, später, nach dem Tod vielleicht, ob die Person nun religiös ist oder nicht, dafür büsen zu müssen. Ich frage mich, ob dieses schlechte Gewissen eigentlich immer von dieser schrecklichen Vorstellung der Vergeltung angetrieben ist. Auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen, so denken wir bei einem schlechten Gewissen, dass es schlecht ist, weil wir vor der vielleicht kommenden Bestrafung Angst haben.
Auch wenn jemand etwas schlimmes tut und eine Garantie darauf hätte, dass es nie raus kommt, würde diese Person das schlechte Gewissen(meistens) quälen. Und ich denke es ist etwas kulturelles dahinter, in allen Kulturen gibt es soetwas wie die Moral des Guten und Werte werden uns je nach Region eingebläut. Das hat wie gesagt nicht mehr viel mit Religion zu tun, allerdings ist die Angst vor der Hölle so ähnlich wie die Angst die bei einem schlechten Gewissen besteht, auch wenn wir uns selbst der vollstreckende Teufel sind. Das heisst ein schlechtes Gewissen, ist nichts edles, das man bei einer gefestigsten Moralvorstellung, beim Tun böser Dinge bzw. Dinge, die dieser Moralvorstellung widersprechen, einfach so bekommt, sondern soll uns stets vor dieser Bestrafung schützen, die wir beim Verstoß dieser Ideale zu erwarten glauben.
 Ich nehme das Beispiel der indischen Witwenverbrennungen. Da das dort in ihrer Ideologie etwas ist, das "Gut" bzw. Richtig ist, wird ein Beteiligter, im Nachhinein kein schlechtes, beklemmendes Gefühl für dieses Handeln empfinden, da es durch seine Überzeugungen legitimiert ist.
Das schlechte Gewissen ist also reiner Selbstschutz, es entsteht nicht bei "bösen" Taten, da diese kulturelle Fiktionen zu sein scheinen, und nichts universell Geltendes an sich zu haben scheinen. Wenn das schlechte Gewissen also so willkürlich von den Werten der Ideologie entsteht, ist es wohl etwas hausgemachtes und quält uns nur, um das "richtige Handeln" für das nächste Mal, durch die Warnung des erfahrenen Schmerzes und die gruselige Unruhe des Gefühles etwas Falsches gemacht zu haben, zu fördern. Mit anderen Worten, ist das schlechte Gewissen, die Strafe selbst, und nicht "nur" eine Frage der Quälerei durch dir Reue, die man empfindet.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Ich kann hellsehen! Themen der Zukunft:

Themen, über die ich noch schreiben will, oder schon geschrieben habe aber noch nicht veröffentlicht habe:


-Zusammenhang zwischen Wegwerfkultur und Scheidungen

-Älter und Alt werden

-Senecas Vermächtnis

-Moral und Ich - Illusion

-Freier Wille als Illusion

-Minty Mint ist der Hammer

-Filmkommentar zu Hooligans

-Zeitfaktor

Sonntag, 21. Juli 2013

Six Feet Under

Ich habe gestern einen Spot gemacht. Er fordert mehr Chillaxing vom Volk, weil es ja Sommer ist, manche Urlaub machen, Ferien haben und daher ein wenig mehr chillen sollen als üblich.





Klick hier für den Spot

Ich glaube es ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit der Serie "Six Feet Under" anzufangen...ja.. mhm doch.